| Hüter Der Hüter hatten die Aufgabe, das Vieh aller Dorfgenossen, ob großer oder kleiner Bauer, bestmöglich zu behüten, vor Verletzungen und Krankheiten zu bewahren (sie waren zugleich "Tierärzte"), Flurschäden durch Fraß und Tritt zu vermeiden und die männlichen Zuchttiere (und keine anderen) bei Bedarf den weiblichen Tieren "zuzuführen" und vieles andere mehr. Bei diesen vielfältigen und komplexen Aufgaben war man natürlich leicht dem Vorwurf der Begünstigung oder Benachteiligung ausgesetzt. Allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. Spannungen innerhalb der Dorfgemeinde übertrugen sich automatisch auf den Hüter, zumal dieser außer seinem fixen Entgelt auch von Almosen lebte. Der Hüter (einer Gemeinde) gehörte zu den wenigen Berufen, die eine "abwählbare" Position inne hatten und obendrein eine psychologische Ausbildung im Umgang mit ihrer Kundschaft nötig gehabt hätten. |
| Hüter-Familien |
| Familien die in Siegenhofen als Hirten aufgeführt sind: Um 1790: Vogl Erhard geb. um 1745, dessen Erweb als Bauer angegeben ist. Er hat keinen erkennbarer verwandtschaftlichen Bezug zu Vogl Nr.1 (Staidl-Bauer). Um 1811 : Sohn: Vogl Simon (geb. 1788 in Siegenhofen, gest. 29.9.1855) war bis 1846 Hirte in Siegenhofen. Er heiratet am 25.11.1811 Dirnhofer Barbara aus Pilsheim, deren Vater Viehhändler in Siegenhofen ist. Margarethe Vogl (geb.1783) die Halbschwester des Simon mit 4 unehelichen Kindern. Theresia Vogl (geb.1796) ebenfalls Halbschwester des Simon war Gänsehirtin. Um 1846: Bachfischer Michael aus Büchlhof bei Neukirchen (geb. 1805) war anschließend der Hirte in Siegenhofen. Er heiratet 1833 in Neukirchen Ursula Forster Webertochter von Geling (Pittersberg). Sie hatten 6 Kinder davon sind 3 Kinder ab Dez. 1845 in Siegenhofen geboren. Er ging 1865 zurück in sein Pfarrdorf Neukirchen und zwar auf die sogenannte „Kalutzen“. Um 1900: Josef Huttner (Ehefrau Hirteis Barbara) der erst Viehhirte in Siegenhofen und dann Waldarbeiter in Rieden war. |