| 1.) Hofname " Beim Heibl" auch "Haibl" und "Heubl" |
| Mit dem heute noch gebrauchten Hofnamen "Haibl , konnte ich keine Wortbedeutung ableiten. Durch eine Anfrage bei der Uni-Regensburg (Forschungsgruppe Namen) erhielt ich folgende Deutung: Der Haus- bzw. Hofdame Haibl leitet sich her vom Familiennamen Häubel aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der Name Haibl stellt eine entrundete, typisch bairische Form von Häubel dar. Der Familienname Häubel wiederum geht zurück auf das mittelhochdeutsche Wort "hiubelin" (Neutrum) mit der Bedeutung "kleine Haube" und ist somit als so genannter "Übername" für den Träger dieses Kleidungsstücks zu deuten. Der Haus- bzw. Hofname Haibl ist letztlich also auf einen Beinamen zurückzuführen, mit der eine Person bezeichnet wurde, die als charakteristisches Kleidungsmerkmal eine kleine Haube trug. Dieser Beiname konnte durch Vererbung zum Familiennamen werden und durch Übertragung auf das Wohngebäude der betreffenden Person(en) auch zum Haus- bzw. Hofnamen. Einen anderer Ursprung des Hofnamen könnte aus der Bezeichnung "Halbhof" abgeleitet sein. |
| 2.) Familien auf dem Hof |
| Dieser Hof wurde ebenfalls von der Familie Reinwald von Nr.4 bewirtschaftet
und die Geschichte des Hofes ist die der Familie Reinwald. Bis zum Zeitpunkt wo die Tochter Anna Barbara heiratet und den Hof erhielt. |
| 3.) Besitzer des Hofes, aus Grundsteuer-Kataster-Umschreibeheft: | |
| 1750 | Anna Barbara (geb. 19.5.1725) heiratet Feyerer Wilhelmus aus Pettenhofen und bekommt der Hof Nr.5 (Haibl-Hof) ab 1750 |
| 1780 | Um 1780 Dürr Georg |
| 1811 | Um 1811 Reinwald Michael (geb.1794 in Kreuth) |
| 1862 | Dessen Sohn, Reinwald Joh. Baptist (geb.10.7.1834, gest.1859 heiratet Hiltner Barbara aus Lengenfeld und übernehmen den Hof 1861 hat der Hof 74 Tw. 82 Dez. |
| 1886 | Erbauung einer Göppelhalle. Wiesen wurden verkauft und getauscht. |
| 1900 | Dessen Sohn, Reinwald Josef (geb.17.9.1872) heiratet um 1900 Roidl Margarethe aus Deglhof. Sie übernehmen den Hof für 12000 Mark. Seine Schwester Reinwald Theresia (geb. 6.6.1878) heiratet den Witwer Reindl Johann. (Nr.6) deren Sohn Reindl Andreas (geb. 1906) dann Anderl-Bauer ist. |
| 1910 | Erkauft der Lederhändler Andreas Schreyer das gesamte Anwesen um 20600 Mark.Er verkauft verschiedene Felder und Wiesen. |
| 1911 | Der Schuhmacher Ehrensperger Johann von Vilshofen erkauft das ges. Anwesen um 12100 Mark, der Hof hat noch 55 Tw. 68 Dez. Es werden weiter Felder und Wiesen verkauft. |
| 1914 | Es erwirbt Koller Franz (Bauer von Hammerberg)
am 7.12.1913 das gesamte Anwesen für 9000 M. mit Inventar für 1000 Mark.
Der Hof hat noch 46 Tagw. und 22 Dez. (15,745 Hektar).
Koller Franz ist der Cousin des Koller Joseph (Staidl-Bauer Nr.1).
Er heiratet Lang Anna aus Eichkreit und es erfolgt ein Austausch und Zukauf von Feldern.
1923 werden 0,006 ha Fläche für 1,2 Billionen Mark verkauft. 1923 Göppelhaus Neubau 1924 Schweinestallabbruch und Neubau. 1925 werden Felder getauscht und es wird mit Goldmark (GM) bezahlt. Der Hof in Siegenhofen wird verkauft und Koller siedelt um nach Poggendorf bei Neunburg. |
| 1926 | Kauf: durch "Bay. Siedlung und Landbank München" für 11000 RMark (Reichs- oder Rentmark).. |
| 1928 | Kauf durch Ring Michael und Margarete des gesamte Anwesen von 35 Tagwerk 43 Dezimal für 11500 Mark. Ring gibt im Tauschauftrag einen Teil (3600 RM) an Neuhofer Siegfried einen Handelsmann. |
| 1931 | Kauf durch Weiß Josef und Katharina am 5.8.1931 für 14000 Mark,
das gesamte Anwesen 35 Hektar 33 Dez. Familie Weiß kommt aus Watzenried bei Eschlkam (Furth i.W.) |
| 1941 | Dessen Sohn Weiß Franz bekommt den Hof durch Übergabe. |